Auf dem Mittleren Ring in München gibt es kein einheitliches Tempolimit: Die Stadt nannte 60 km/h als Grundgeschwindigkeit, viele Abschnitte haben aber 50 km/h. Auf rund 2,5 km der Landshuter Allee gilt seit Juni 2024 Tempo 30, und nach einer kurzen Pause mit Tempo 50 gilt es dort seit Gerichtsbeschlüssen im Februar 2026 wieder. In den Tunneln regeln dazu oft elektronische Anzeigen das Tempo, je nach Lage sind es dann höchstens 50 km/h oder weniger.

Tempolimits rund um den Mittleren Ring
AbschnittTempolimitGrund
Mittlerer Ring, Grundwert60 km/hStadt München, 2017
Einzelne Abschnitte, etwa McGraw-Graben und Chiemgaustraße50 km/hVerkehrssicherheit
Landshuter Allee, rund 2,5 km30 km/hLuftreinhaltung
Tunnel, etwa Luise-Kiesselbach-TunnelLaut Anzeige, teils höchstens 50 km/hUnfallrisiko, Verkehrslage
Frankfurter Ring, Moosacher Straße60 km/hPolizei München, 2025
Quelle: Landeshauptstadt München, Verwaltungsgericht München, Transport online, geprüft am 2. November 2026. Es gilt immer das Schild oder die Anzeige an der Straße.

Wie schnell darf man auf dem Mittleren Ring fahren?

Auf dem Mittleren Ring darfst du so schnell fahren, wie das Schild am jeweiligen Abschnitt erlaubt, in der Regel 60 oder 50 km/h. Für die Grundgeschwindigkeit von 60 km/h gibt es eine klare Angabe der Stadt: In einer Sitzungsvorlage von 2017 heißt es, für den Mittleren Ring bestehe eine Grundgeschwindigkeit von 60 km/h, für einzelne Abschnitte sei aus Gründen der Verkehrssicherheit Tempo 50 angeordnet. Eine neuere Gesamtübersicht haben wir nicht gefunden.

Innerorts ist das eine Ausnahme, denn eigentlich gilt in deutschen Städten Tempo 50, und alles darüber muss ausgeschildert sein. Der Ring ist aber überwiegend kreuzungsfrei ausgebaut und laut Polizei das Rückgrat des Münchner Straßennetzes. Auch der Frankfurter Ring und die Moosacher Straße werden in einer Stellungnahme der Polizei von 2025 mit 60 km/h geführt.

  • 60 km/h: der Grundwert auf langen Teilen des Rings, soweit nichts anderes angezeigt ist
  • 50 km/h fest: zum Beispiel an Unfallschwerpunkten wie dem vierspurigen Bereich McGraw-Graben und Chiemgaustraße
  • 50 km/h oder weniger per Anzeige: in den Tunneln, je nach Verkehrslage
  • 30 km/h: auf rund 2,5 km der Landshuter Allee

Wieso steht auf dem Ring so oft ein anderes Limit?

Weil Unfallgefahr, Lärm und Luft sich von Abschnitt zu Abschnitt unterscheiden. Ein Grundwert von 60 km/h hilft dir deshalb nur als grobe Orientierung. Gerade auf der Fahrt vom Luise-Kiesselbach-Platz zum Petuelring kann sich die Zahl mehrfach ändern.

Warum gilt nicht auf dem ganzen Ring Tempo 50?

Die Frage ist in München nicht neu. 2017 befasste sich die Stadt mit einem Antrag für durchgehend Tempo 50, und die Unterlagen zeigen gut, worum es dabei geht:

  • Lärm: Von 60 auf 50 km/h wären es rechnerisch etwas mehr als 1 dB(A) weniger.
  • Stau: In den Hauptverkehrszeiten werden auf vielen Abschnitten ohnehin keine 50 km/h erreicht.
  • Sicherheit: Die Polizei hielt eine Senkung aus Gründen der Verkehrssicherheit damals nicht für notwendig.
  • Planung: Das Planungsreferat sprach sich dagegen für Tempo 50 auf dem gesamten Ring aus.
  • Nahverkehr: Die Stadtwerke lehnten eine Senkung grundsätzlich ab, weil sie den Linienverkehr bremst.

Gilt auf der Landshuter Allee Tempo 30?

Ja, auf rund 2,5 km der Landshuter Allee gilt Tempo 30. Die Regelung war in den vergangenen zwei Jahren aber so umstritten wie kaum ein anderes Schild in München. Laut Deutscher Umwelthilfe, die das Verfahren unterstützt hat, ist der Erhalt nun gesichert, und die Stadt hat ihre eigene Aufhebung zurückgenommen.

Warum erst 30, dann 50 und jetzt wieder 30?

Die Reihenfolge lässt sich an Gerichtsmitteilungen und Medienberichten gut nachzeichnen:

  1. Juni 2024: Tempo 30 kommt auf die Landshuter Allee.
  2. März 2025: Der Stadtrat stimmt in der Vollversammlung für den Erhalt.
  3. Oktober 2025: Tempo 30 wird Teil der 9. Fortschreibung des Luftreinhalteplans, als milderes Mittel gegenüber weiteren Fahrverboten für Dieselfahrzeuge.
  4. Januar 2026: Die Stadt hebt Tempo 30 auf, bis zum 12. Januar galt die Regelung noch. Danach sind 50 km/h erlaubt.
  5. 13. Februar 2026: Das Verwaltungsgericht München gibt zwei Anwohnern im Eilverfahren recht, die Stadt muss wieder Tempo 30 anordnen.
  6. 23. Februar 2026: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnt den Antrag der Stadt ab, diesen Beschluss vorläufig außer Vollzug zu setzen. Die Schilder müssen zurück.
  7. August 2026: Laut Deutscher Umwelthilfe nimmt der neue Oberbürgermeister Dominik Krause die Anordnung von Tempo 50 zurück.

Warum gilt an der Landshuter Allee Tempo 30?

Tempo 30 gilt dort wegen der Luft, genauer wegen Stickstoffdioxid. An der Messstelle lag der Jahresmittelwert jahrelang über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Für 2025 meldete die Stadt vorläufig 38 Mikrogramm und begründete damit die Aufhebung.

Das Gericht fand diese Grundlage nicht verlässlich genug. Es nannte die Verkehrs- und Schadstoffentwicklung für 2026 „extrem ungewiss“ und sprach sogar von einer möglichen „Staufalle“, weil mehrere Baustellen und Sperrungen zusammenfallen. Laut Abendzeitung waren im März 2025 täglich etwa zehn Prozent weniger Fahrzeuge auf der Landshuter Allee unterwegs als zuvor. Ab 2030 gelten laut demselben Bericht strengere EU-Werte, nur noch etwa halb so hoch. Das Thema dürfte München also erhalten bleiben.

Gibt es in München ein Dieselfahrverbot?

Ja, laut auto motor und sport gilt in München seit Februar 2023 ein Fahrverbot für Euro-4-Diesel, eine Verschärfung war im März 2025 vorerst vom Tisch. Tempo 30 an der Landshuter Allee galt genau deshalb als milderes Mittel. Prüfe den aktuellen Stand vor der Fahrt auf den Seiten der Stadt, denn der Luftreinhalteplan wird immer wieder fortgeschrieben.

Was gilt in den Tunneln am Mittleren Ring?

In den Tunneln gilt, was die Anzeigen zeigen, denn dort regelt die Stadt das Tempo dynamisch. Laut einer Stellungnahme von 2017 schaltet die Verkehrssteuerung die Geschwindigkeit je nach Ereignis, etwa bei Stau, Unfall oder einem liegengebliebenen Fahrzeug, und senkt sie dann für den jeweiligen Abschnitt.

  • Luise-Kiesselbach-Tunnel: Auf den vierspurigen Verflechtungsstreifen wurden wegen des Unfallrisikos dynamisch höchstens 50 km/h geschaltet.
  • Landshuter-Allee-Tunnel: Der Tunnel ist laut Verwaltungsgericht aus Brandschutzgründen für Fahrzeuge ab 3,5 t gesperrt. Lastwagen fahren deshalb über die Nebenfahrbahnen.
  • Alle Tunnel: Abblendlicht einschalten und nicht wenden, das gilt in Deutschland beim Tunnelzeichen überall.

Welche Baustellen bremsen den Mittleren Ring 2026?

Das Verwaltungsgericht hat in seiner Mitteilung vom Februar 2026 drei Stellen genannt, an denen der Ring im Lauf des Jahres eng wird. Alle drei liegen nah an der Landshuter Allee:

  1. Brücke über die Dachauer Straße: Die Instandsetzung sollte für mindestens fünf Monate eine einspurige Führung am nördlichen Ende der Landshuter Allee bringen.
  2. Nebenfahrbahnen: Durch die Tunnelsperrung für schwere Fahrzeuge kommt dort zusätzlicher Verkehr an, Kreuzungen und weitere Baustellen bremsen ihn.
  3. Donnersberger Brücke: Arbeiten am südlichen Ende beeinträchtigen den Verkehrsfluss.

Genaue Enddaten haben wir dazu nicht gefunden. Wenn du den Ring im Berufsverkehr fährst, plane also lieber etwas mehr Zeit ein. Wer von München aus weiter auf die Autobahn fährt, findet die Regeln im Ratgeber zum Tempolimit auf der Autobahn.

Wer misst in München das Tempo?

In München messen Polizei und städtische Verkehrsüberwachung das Tempo, und die Aufgaben sind verteilt. Auf Straßen wie der Moosacher Straße und dem Frankfurter Ring ist die Polizei zuständig. Sie führt diese Straßen in ihrem Messprogramm und misst dort auch ohne feste Anlage regelmäßig. Die Kommunale Verkehrsüberwachung ist vor allem in Tempo-30-Bereichen unterwegs, und zwar mobil.

Warum stehen in Tempo-30-Zonen kaum feste Blitzer?

Weil die Stadt das dort nicht für sinnvoll hält. Laut Kreisverwaltungsreferat haben sich stationäre Anlagen in Bereichen mit niedrigem Limit als nicht zielführend erwiesen. Sie kommen in der Regel dort zum Einsatz, wo Unfallschwerpunkte bestehen, die mit überhöhter Geschwindigkeit zusammenhängen. Tempo 30 überwacht die Stadt deshalb weiter mit mobilen Geräten.

Wo dürfen feste Blitzer in Bayern stehen?

Feste Anlagen sind in Bayern an enge Bedingungen geknüpft. Das Innenministerium verlangt laut Polizeipräsidium München einen Ort mit hohem Unfallrisiko und besonders hohem Verkehrsaufkommen, an dem eine dauerhafte Überwachung nötig oder eine andere Form schwierig ist. Die Senkung der Unfallzahlen hat dabei absolute Priorität. Laut Stadt wirken feste Anlagen nur punktuell im Nahbereich, deshalb kommen sie vor allem an Unfallhäufungsstellen infrage. Eine Anlage an der Kreuzung Moosacher Straße und Lerchenauer Straße wurde laut Polizei versetzt, weil dort immer weniger Verstöße auffielen. Das zeigt gut, wie die Technik wirken soll. Welche Arten es gibt, erklärt unser Überblick Welche Blitzer gibt es in Deutschland?.

Wie oft sind Autofahrer in München zu schnell?

Das hängt stark von der Straße ab. Bei den Messungen der städtischen Verkehrsüberwachung lag der stadtweite Durchschnitt zuletzt bei rund 8 Prozent beanstandeter Fahrzeuge. Auf der Moosacher Straße und dem Frankfurter Ring lagen die Quoten der Polizei dagegen nur zwischen 0,31 und 1,96 Prozent, sie spricht dort von einer sehr hohen Akzeptanz der Regeln. Die allermeisten Menschen halten sich also an die Schilder, und genau das macht den Verkehr für alle sicherer.

Was bedeutet das für deine nächste Fahrt auf dem Ring?

Für deine nächste Fahrt heißt das: Nimm den Mittleren Ring nicht als eine Strecke mit einer Zahl, sondern als Folge kurzer Abschnitte. An der Landshuter Allee sind es 30, im Tunnel zählt die Anzeige, und dazwischen liegen 50 oder 60. Dazu kommen Spurwechsel, Baustellen und viel Berufsverkehr. Das ist viel auf einmal, auch wenn du die Stadt gut kennst.

  1. Lies an jeder Einfahrt das Schild neu, statt dir eine Zahl zu merken.
  2. Folge im Tunnel der Anzeige, sie reagiert auf die Lage vor dir.
  3. Wähle deine Spur früh, gerade an den Verflechtungsstreifen.

Ghost hält dir hier den Kopf frei. Die App läuft im Hintergrund neben Google Maps und warnt dich sicher mit einem Banner und einem Ton über deiner Musik, etwa 700 m vor bekannten festen Blitzern und Abschnittskontrollen, bei 250 m noch einmal. Beim Näherkommen zeigt sie dir klar die genaue Entfernung. Mehr als 125.000 Blitzer weltweit kennt Ghost, und auch auf CarPlay, Android Auto und der Apple Watch ist es dabei. Vor Polizeikontrollen warnt Ghost nicht, und Radar erkennt es nicht. So kannst du dich auf den Verkehr konzentrieren und kommst sicher ans Ziel.