Auf der Luegbrücke sind 60 km/h erlaubt, und das ganzjährig und in beide Richtungen. Eine Section Control misst dein Tempo dort auf 2,52 km der Brennerautobahn A 13. Seit dem 1. Januar 2025 ist die Brücke außerdem grundsätzlich einspurig, nur an rund 180 Tagen im Jahr stehen zwei Fahrstreifen offen, je nach Bedarf Richtung Norden oder Süden. Der Neubau läuft noch bis 2030.

Was auf dem Weg über den Brenner gilt
FallRegel
Luegbrücke, A 13, km 30,23 bis 32,7560 km/h, Section Control in beide Richtungen
Fahrstreifen auf der LuegbrückeMeist einer je Richtung, an rund 180 Tagen zwei
Fahrzeuge über 3,5 t bei zwei FahrstreifenNur die linke Spur
Autobahn in Österreich130 km/h, sofern nichts anderes angezeigt ist
Abschnitte der A 12 und A 13 in Tirol100 km/h nach IG-Luft
Winter, 1. November bis 15. AprilBei Schnee, Matsch oder Eis Winterreifen
Quelle: ADAC, ASFINAG, Rechtsinformationssystem des Bundes, Land Tirol, ÖAMTC, geprüft am 2. November 2026.

Wie schnell darf man auf der Luegbrücke fahren?

Auf der Luegbrücke darfst du höchstens 60 km/h fahren. Das gilt laut ADAC ganzjährig, bei einspuriger und bei zweispuriger Verkehrsführung, vom Beginn der Brücke bis kurz vor die Anschlussstelle Brenner-Nord. Die Staus entstehen laut ADAC vor allem Richtung Süden, die Kontrolle läuft aber auf beiden Seiten.

Die Brücke liegt bei Gries am Brenner, kurz vor der italienischen Grenze. Laut ADAC zählte die ASFINAG 2025 auf der Brennerautobahn 13,6 Millionen Fahrzeuge, davon 10,9 Millionen Pkw und 2,4 Millionen Lkw. Die Kontrolle soll laut ÖAMTC vor allem den Verkehr gleichmäßig fließen lassen.

Wie funktioniert die Section Control an der Luegbrücke?

Die Section Control misst nicht an einem Punkt, sondern deinen Durchschnitt über die ganze Strecke. Die Verordnung legt den Abschnitt von km 30,23 bis km 32,75 fest, auf beiden Richtungsfahrbahnen. Kennzeichen und Zeit werden bei der Einfahrt und der Ausfahrt erfasst, und aus beiden Werten ergibt sich dein Tempo.

Anfang und Ende der Messstrecke sind laut Verordnung angekündigt. Halte also einfach gleichmäßig deine 60 km/h. Mehr zur Technik und zu den anderen Anlagen liest du im Ratgeber Section Control in Österreich.

Ist die Luegbrücke einspurig?

Ja, die Luegbrücke ist seit dem 1. Januar 2025 grundsätzlich nur einspurig pro Richtung befahrbar. Der Grund ist ihr Zustand: Eine Prüfung hat ergeben, dass die alte Brücke entlastet werden muss. Die 1968 fertiggestellte, 1.804 m lange Brücke wurde schon im Juni 2022 von der ASFINAG als irreparabel beschädigt eingestuft.

Saniert wurde sie bereits Anfang der 2000er-Jahre und noch einmal von 2012 bis 2014. Im Sommer 2024 testete die ASFINAG rund zwei Wochen lang die heutige Aufteilung mit Lkw links und Pkw rechts, seither ist sie die Grundlage für die zweispurigen Tage.

Wann ist die Luegbrücke zweispurig?

Zweispurig ist die Brücke an rund 180 verkehrsreichen Tagen im Jahr, je nach Bedarf Richtung Norden oder Süden. Die genauen Tage stehen im Fahrkalender der ASFINAG, den du als PDF auf der Projektseite findest. Die ASFINAG hat ihn 2026 auch unterjährig aktualisiert, nimm also immer die neueste Fassung. Selbst mit zwei Spuren warnt der ÖAMTC an manchen Tagen vor deutlichen Verkehrsüberlastungen.

Welche Spur gilt für Wohnmobile und Lkw?

Bei zwei Fahrstreifen müssen Fahrzeuge über 3,5 t links fahren, das gilt laut ASFINAG für Lkw, Busse und Wohnmobile. Pkw dürfen beide Spuren nutzen. So funktioniert die Regel:

  • Kontrolle: Waagen in der Fahrbahn erkennen Fahrzeuge über 3,5 t auf der rechten Spur.
  • Folge: Sie werden vor der Brücke ausgeleitet, geprüft und auf die linke Spur zurückgeführt.
  • Tipp: Die ASFINAG rät, sich früh links einzuordnen, Richtung Norden gleich nach dem Brenner-Grenztunnel.
  • Gewicht: Fahrzeuge über 44 t dürfen grundsätzlich nicht über die Brücke.

Wenn du mit einem großen Wohnmobil unterwegs bist, schau also in die Papiere, bevor du losfährst. Entscheidend ist die Grenze von 3,5 t.

Was gilt an der Kontrollstelle Brenner-Nord?

Die Kontrollstelle Brenner-Nord läuft laut ASFINAG nur im Teilbetrieb. Jederzeit nutzen dürfen sie nur Lkw, die zur Rollenden Landstraße müssen, alle anderen bleiben auf der A 13. Navis können Lastwagen trotzdem dorthin schicken, deshalb gilt: Folge der Beschilderung an der Autobahn.

Wie lange wird an der Luegbrücke gebaut?

An der Luegbrücke wird voraussichtlich bis Ende 2030 gebaut, die größten Einschränkungen sollen aber früher enden. Die Arbeiten begannen Ende März 2025. Neben der alten Brücke entsteht zuerst ein Neubau, dann wird der Verkehr umgelegt, die alte Brücke abgerissen und an ihrer Stelle eine zweite neue Brücke errichtet.

ASFINAG-Geschäftsführer Stefan Siegele sagte laut ADAC Anfang 2026, die Arbeiten lägen im Zeitplan und man gehe von einer Fertigstellung der ersten neuen Brücke Ende 2027 aus. Danach sollen die Einschränkungen auf der Brücke enden. Das Foto zu diesem Artikel zeigt die Baustelle mit den Kränen neben der alten Brücke.

Wie sieht die neue Luegbrücke aus?

Der Neubau bekommt laut ADAC zwei Fahrstreifen und einen Pannenstreifen. Die heutige Brücke ruht mit ihrer 21 m breiten Fahrbahnplatte auf 48 Pfeilern, die 15 bis 55 m hoch sind. Die Bauzeit für beide neuen Brücken liegt bei etwa fünf Jahren.

Wie plane ich die Fahrt über den Brenner am besten?

Am besten planst du die Fahrt mit dem Fahrkalender, und zwar schon zu Hause. Diese Schritte helfen dir:

  1. Fahrkalender prüfen: Er zeigt Einschränkungen, Verkehrsführung und Lkw-Fahrverbote. Schau am Vortag noch einmal hinein, denn Änderungen sind vorbehalten.
  2. Reisezeiten ansehen: Die ASFINAG bietet Echtzeit-Reisezeiten, Prognosen, Stautendenzen und Live-Bilder.
  3. Puffer einplanen: Pkw-Staus gab es in den Urlaubszeiten laut ADAC auch 2025.
  4. Auf der Hauptroute bleiben: Das Land Tirol bittet Durchreisende ausdrücklich darum.
  5. Vorsichtig bei Nachrichten sein: Die ASFINAG warnt vor gefälschten Nachrichten in ihrem Namen. Klicke keine Links aus unerwarteten Nachrichten an.

Es gibt auch gute Nachrichten: Laut ASFINAG hat sich die Stausituation durch die Einspurigkeit insgesamt nicht verschlechtert. Mehr Lkw-Fahrverbotstage dürften dazu beigetragen haben. 2026 sind es für Lkw über 7,5 t Richtung Süden 36 Tage, Richtung Norden 21. Insgesamt waren 2025 auf der Brennerautobahn 4,49 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs als im Jahr davor. Bei Fragen zur Strecke hat die ASFINAG eine eigene Ombudsstelle für die A 13 eingerichtet.

Welche Tempolimits gelten sonst auf dem Weg zum Brenner?

Auf dem Weg zum Brenner gelten neben der Luegbrücke vor allem österreichische Autobahnregeln und die Luft-Limits in Tirol. Hier die wichtigsten Werte für Pkw:

  • Autobahn: 130 km/h, solange keine Anzeige etwas anderes zeigt
  • Nachts auf Transitautobahnen: laut ÖAMTC 110 km/h von 22 bis 5 Uhr
  • Tirol, A 12 und Teil der A 13: 100 km/h auf den ausgewiesenen Abschnitten zum Schutz der Luft
  • Freilandstraße: 100 km/h
  • Ortsgebiet: 50 km/h

Die 100er-Regel gilt in Tirol seit November 2014 dauerhaft auf Teilen der Inntalautobahn und einem Teilabschnitt der Brennerautobahn. Was das für deine Fahrt durch ganz Österreich bedeutet, erklärt unser Ratgeber zu den Tempolimits in Österreich.

Darf man in Tirol bei Stau von der Autobahn abfahren?

Wenn du nur durchreist, darfst du an vielen Reisetagen nicht auf die Nebenstraßen ausweichen. Tirol sperrt dann ausgewählte Landes- und Gemeindestraßen für den Ausweichverkehr, um die Anrainer zu entlasten. Das betrifft alle Kraftfahrzeuge auf der Durchreise, auch Pkw und Motorräder.

  • Sommer 2026: vom 1. Mai bis einschließlich 1. November in den Räumen Innsbruck mit Wipptal und Seefelder Plateau, Imst, Reutte und Kufstein, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen und einzelnen Fenstertagen von 7 bis 19 Uhr.
  • Winter 2025/26: vom 20. Dezember bis Ostermontag, im Großraum Innsbruck und im Wipptal wegen der Luegbrücke vom 27. Dezember bis 1. März.
  • Ausnahmen: Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr. Wer also ein Hotel oder eine Ferienwohnung in Tirol gebucht hat, darf zu seinem Ziel fahren.

Die Termine für den Winter 2026/27 hatten wir Anfang November 2026 noch nicht gefunden. Rechne aber lieber damit, dass es wieder Sperren gibt, und schau vorher auf die Übersicht des Landes unter tirol.gv.at/fahrverbote. Vorsicht bei der Navi-Umleitung: Polizei und Straßenaufsicht kontrollieren an neuralgischen Punkten und schicken Durchreisende zurück auf die Hauptroute. Im Sommer 2025 waren das laut Land Tirol rund 516.000 Fahrzeuge. An neuralgischen Punkten regeln außerdem Dosierampeln den Verkehr.

Kennt mein Navi die Tiroler Fahrverbote?

Verlass dich nicht blind darauf. Das Land spielt die Verbote in das Verkehrsinformationssystem des Innenministeriums ein, damit Navigationsanbieter sie berücksichtigen können, und erwartet genau das auch von ihnen. Landesrat René Zumtobel forderte im Dezember 2025, gesperrte Strecken nicht als Alternative vorzuschlagen, und sagte, viele Reisende verstießen nicht absichtlich gegen die Verbote. Schau dir die Karte des Landes deshalb schon vor der Fahrt an, nicht erst im Stau.

Was brauche ich im Winter auf dem Brenner?

Im Winter brauchst du am Brenner Winterreifen, sobald winterliche Bedingungen herrschen. Vom 1. November bis 15. April müssen Pkw bei Schnee, Schneematsch oder Eis auf allen vier Rädern Winterreifen haben, gekennzeichnet mit M+S oder ähnlich und mit mindestens 4 mm Profil. Bei geschlossener Schnee- oder Eisdecke dürfen auch Ketten auf den Antriebsrädern reichen, der ÖAMTC rät dabei zu höchstens 50 km/h. Ketten auf Sommerreifen sind laut ÖAMTC aber kein sicherer Ersatz.

Was bedeutet das für deine nächste Fahrt über den Brenner?

Für deine nächste Fahrt heißt das: Schau vorher in den Fahrkalender, bleib bei Stau auf der Autobahn und rolle gleichmäßig mit 60 km/h über die Brücke. Lange Urlaubsetappen machen müde, und auf dem Weg nach Süden ändern sich Limits, Regeln und sogar das Land. Da hilft alles, was dir den Kopf freihält.

Ghost ist dafür gemacht. Die App läuft im Hintergrund neben Google Maps und warnt dich sicher mit einem Banner und einem Ton über deiner Musik, etwa 700 m vor bekannten festen Blitzern und Abschnittskontrollen, bei 250 m noch einmal. Beim Näherkommen siehst du klar die genaue Entfernung. Weil Ghost mehr als 125.000 Blitzer weltweit kennt, begleitet es dich auch über die Grenze, auf CarPlay, Android Auto und der Apple Watch. Vor Polizeikontrollen warnt Ghost nicht, und Radar erkennt es nicht. So bleibt dein Blick auf der Straße, und du kommst entspannt im Urlaub an.